hingeworfen
aufgefangen
umgefallen
aufgerichtet
eingeknickt
festgehalten
eines Tages endlich doch
genug davon.
freigelacht
mitgesungen
in den Abend getanzt
fest umschlungen
losgelöst sanft
eingeschlafen
aufgewacht
munter gelacht
Erlebtes verdichtet
hingeworfen
aufgefangen
umgefallen
aufgerichtet
eingeknickt
festgehalten
eines Tages endlich doch
genug davon.
freigelacht
mitgesungen
in den Abend getanzt
fest umschlungen
losgelöst sanft
eingeschlafen
aufgewacht
munter gelacht
fällt auf die Erde
und kennt sich nicht
klebt dicht zusammen
und trennt sich nicht
aneinander gebundene Zellen,
ein Entwurf des Lebens
aufeinander geworfene Wellen,
gestalten sich selbst
als Individuum
unter Wandernden
alle sind aus Sternenstaub
auch die anderen.
Smaragden grün, stilles Wasser
schläft zwischen den Bergen
glitzernd im sanften Licht der Sonne
ein See im Herbst.
glückliche Schönheit will besessen werden
wirft sich schon die Gier
ungestüm auf jeden Stein am Ufer
bis nichts mehr bleibt als Hass und Neid
ein See lässt sich gerne besuchen
doch kann nicht lange bleiben,
ein frohes Herz, denn
unsichtbares Gift verdirbt die Ufer
so bleibt der lebendige Glanz
dann doch in Stille verborgen
wartet auf andere Leut‘ zu anderer Zeit
wenn’s sein soll, eine Ewigkeit.
Eine graue Wolke aus giftigem Zorn
bricht sich wabernd und sabbernd ihre Bahn
möchte schreien und tut es nicht
jammert einfach nur jämmerlich
Was gäbe es zu sagen, wen zu erreichen
wo alle gefangen sind in eigener Spur und ich in meiner
dumpf und blind wütet das Bedürfnis nach erfüllendem Kontakt
im Spiegel gefangen.
Wo die Wärme schmierig ist und manipulativ
Wege zwischen den Irrlichtern der sich gut Glaubenden
deren Boshaftigkeit sich an den Pelz derer heftet, die sie entlarven
bleibt als Zuflucht nur blanke, eisige Einsamkeit.
Wenn das Leben grausame Wege geht,
So weit, dass man es wirklich nicht versteht,
Dann kann doch auch das Herz erschrecken,
Und den Kummer in der Stille wecken.
Wenn der Mut langsam schwindet,
Und die Trauer keinen Ort mehr findet,
Wenn Gemüt die Freude verbannt,
Langsam Bitterkeit das Herz umspannt.
Es ist nicht wichtig, immer freundlich zu sein,
Erzwungener Frohsinn ist auch gemein.
Es kommt nicht darauf an, keine Angst zu tragen,
Und nicht darauf, sich im Geheimen abzuplagen.
Wenn es nicht finster sein darf,
kann auch die Sonne nicht mehr scheinen.
Und wer nicht tieftraurig sein darf,
kann auch nicht mehr vor Lachen weinen.