die Wünsche der 13. Fee

für B.

1.

ein Lachen aus Glück 

in die Sterne und zurück

2.

kraftvolle Herzensgrüße

für ausdauernd warme Füße

3.

ein klarer Verstand

für die Klugheit der Hand

4.

zur Angst auch viel Mut

der den Nerven Gutes tut

5.

Kraft und Wille im Zorn

die Grenze bringt nach vorn

6.

Geduld mit dem Wollen

Gelächter dem Sollen

7.

Milde mit dem du

bringt’s Jammern zur Ruh

8.

leicht und frei tanzende Füße

senden der Erde junge Grüße

9.

zum Atmen freien Raum

zum Schlafen frischen Traum

10.

dem Magen gut Verdauliches

dem Gemüt sachte Erbauliches

11.

den inneren Säften die Kraft

die Gesundheit dankbar schafft

12.

gutes Gehör nach außen und innen

den Lebensfaden froh zu spinnen

13.

am Abend und am Morgen das Rot

am Ende und als Anfang der Tod

Zorn

es klebt die blinde verHERRlichung alles Männlichen zwischen den Geschlechtern wie eine eitrige Wunde

eine ganze Gesellschaft taumelt in einseitiger Schieflage halbschlafend durch die Zeiten, ihren eigenen Untergang heraufbeschwörend

als fände das schiefe Unglück in der exzessiven Gewalt kleiner und großer Kriege etwas anderes als immer neues Leid

ich würde so gern erwachen aus diesem schrägen Traum

und in der Dualität schlicht eine Dimension irdischen Daseins erleben

Anthropozentrik

menschengemachten Klimawandel gäbe es nicht, meinen die einen

Mutter Erde würde um Hilfe rufen, meinen die anderen

nah schimmert beiden der Tellerrand ins Auge

was, wenn die Erde als Lebenskomplex alles umfassen würde, was in und auf ihr ist?

was, wenn alles miteinander verbunden, und der Atem des Lebens die Verbindung ist?

was, wenn jede Ignoranz und jedes Urteil mehr über die meinende Person sagt, als über die Erde?

und doch reimt sich das alles nicht.

.

Mit Freude zu Wandeln

lebendiger Tanz

behutsames Handeln

verzaubert mich ganz.

Dualität

In dieser Welt aus Licht und Schatten, spür ich das eine nie ohne das andere.

Es zieht mein Wunsch nach Licht mit sich zugleich die Dunkelheit.

Der Antrieb zu dem was gut ich werte, hat schon die Bremse im Gepäck.

Einen Augenblick gönn ich mir, ohne Wollen und Wünschen, zum Ankommen in dem, was ist.

Begegnung

wie gern würd ich,

um zu verstehen dich,

in deinen Zehen stehen,

aus deinen Augen sehen,

.

Doch kann ich dich nie so sehen,

wie du dich siehst,

weil ich dich nur so seh,

wie ich dich seh.

.

wenn du sprichst

aus dir heraus,

hör ich dir zu

aus mir heraus

.

so wachse ich,

offen für dich

und bleib am Ende

doch wieder nur ich.