Geborgen im Gewohnten
kann das Besondere
auch klein sein,
erfreut es doch das Herz.
Freude
Seltsam ist die Welt,
selbst ein Kanalgitter gefällt,
heut‘ trag‘ ich Wonne im Bauch
und Frieden im Herzen.
Wie alles schimmert und glänzt,
selbst tiefe Narben,
lang geübte Schmerzen
sind unbedeutendes Gespenst.
Diese Zeit ist ein Fest,
im Gemüt so viel Licht
der Körper ein Gleichgewicht
nimm leichter den Rest.
Scham
Hitze steigt ins Gesicht
das Rückgrat wird weich
die Schultern nach vorn
versinken möcht‘ ich.
Peinliches Unglück,
hätt ich doch,
wär ich nicht,
könnt ich in der Zeit zurück.
Augenblicke wie in Zeiltupe
doch auch die vergeh’n.
Wenig später wirst du
mich wieder lachen seh’n.
Guten Morgen
Aus dem sanften Kleid
meiner inneren Freundlichkeit
wo keine Narbe den Blick verstellt,
sehe ich die Welt,
und staune, was der neue Tag
heranbringen mag.
Wege
Als ich dreimal
durch die Hölle gegangen war,
wurde mir langsam klar,
dass der Himmel
eine Haaresbreite daneben nur
ausgelegt hat seine Spur.