Aufgewärmte Sorgen plagen
wie eine süße Speise
meinen zarten Magen.
Kleines und Großes
regt mich dann auf
anstatt neutraler Ruhe
Säure kommt herauf.
Geld den Pharmariesen schenken,
oder Körper und Gemüt
langsam doch zur Ruhe lenken.
Über Nacht
in meinem Aug entstand
ein kleines Körnchen Sand.
nun fällt es in die Welt,
bleibt wo es ihm gefällt.
auf seltsame Weise
ist jeder Tag eine Reise
durch eine bekannte Welt,
ob mir das gefällt?
Herbsteln
Feucht glänzen
am Morgen die Dächer,
das erste gelbe Blatt
ist den Kastanien gefolgt.
.
Die Tage werden kürzer,
die Nächte kalt,
wer es nicht sieht,
wird trotzdem alt.
Im Nebel
Wenn ich wüsste
wo ich stehe,
könnt ich deuten,
was ich sehe.
.
Vielleicht
klärt sich der Blick
nach ein, zwei Schritten
zurück.
.
Doch hindert die Angst,
rückwärts zu gehen,
vor dunklem Abgrund
befürcht ich zu stehen.
.
Der dichte Nebel
verschleiert die Lage,
wohin des Wegs
meine scheue Frage.
.
Bis endlich der Wind
wieder von vorne weht
und der grauen Schleier
langsam vergeht.
Zorn
Vom Nachbarn monatelang
mit nächtlichem Lärm tyrannisiert,
systematisch kalt und
unzivilisiert.
Ich klopfte dreimal
mit dem Besen,
dadurch ist kurz
etwas Ruhe gewesen.
Dann rief der Knilch
die Polizei
wegen meinem kurzen
Klopfen herbei.
Ich erklärte ehrlich
die Sache,
da ging wunderbar auf
seine Rache,
bestraft wurde ich
wegen Lärmbelästigung
weil ich eingestanden
und er nicht.
Mach dir einen
Reim daraus,
mein Verständnis
ist da aus.