Beton

Wohin du auch schaust

in dieser Stadt,

und rundherum am Land

an jedem Fleckchen Erde, wo

ein kleines Häuschen

in seinem Garten bislang stand,

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streckt sich jetzt meist gelb,

mal blau oder auch weiß

ein Stäbebündel in die Höh,

um stetig und sehr laut,

den Garten mit Beton zu füllen,

ein großes Haus dort hinzustellen.

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Wer hat, der kann verlieren,

so kaufet nur ihr Habenden

zu eurem fortgesetzten Wohl

einen Garten nach dem anderen,

und wandelt Erde in Beton,

denn

zerquetschte Würmer im Grab,

sie erwarten euch dort schon.

Katharinengasse

Gleichberechtigung der Geschlechter ist

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wenn Herren nicht mehr herrlich sind und Damen nicht mehr dämlich.

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wenn ein im Haushalt tätiger Mann weder Verachtung noch Bewunderung auslöst.

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wenn Highheals für alle Menschen schick sind oder für niemand und Jacken gleich viele Taschen haben, egal für wen.

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wenn es schmerzfrei Methoden für die Brustkrebsvorsorge gibt, weil der Schmerz von Frauen nicht mehr egal ist.

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wenn Straßen gleichermaßen nach Frauen benannt sind, weil Mensch nicht gleich Mann bedeutet.

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wenn Dienen nicht mit Unterwürfigkeit verwechselt wird und Sanftmut nicht mit Schwäche.

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wenn Männer, die im Stehen pinkeln, regelmäßig das WC reinigen und alle Wände in Reichweite ihres stehenden Glücks.

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wenn weibliches Glück mehr ist, als Hemden zu bügeln und nicht geschlagen zu werden.

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wenn Frauen aller Länder mehr zu erwarten haben, als bei Trennung verbannt, verbrannt oder gestalkt zu werden.

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wenn auch Männer es schaffen, andere Leuten wahrzunehmen, um ihnen Platz zu lassen und Frauen nicht mehr automatisch und unbewusst ausweichen.

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wenn Frauen sich nicht mehr gegenseitig in den Rücken fallen, ihre gemeinsamen Interessen verratend, sobald ein Mann sie erblickt.

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Gleichberechtigung der Geschlechter ist

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viel ferner, als bequem ist, sich einzugestehen.