Nie zu sehr extatisch, dadurch bequem und nie zu sehr dramatisch, fließt ein Leben rund. . In europäischen Komfortzonen fernab von Elend und Reue lässt sich abgesichert wohnen, deren Leid, den andern freue. . Bis eines ganz gewöhnlich Tages das Kartenhaus plötzlich zerbricht und die Angst freilegt, die dem Mittelmaß zugrunde lag, von Anfang an.
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Verirrt
Verbotener Zorn, der zuviel erinnert. . Schuldgefühl wo keine Schuld ist. . Versteckt und zugeschüttet die Tür zur Versöhnung. . Wen wunderts, wenn die Gesundheit flieht. . Wen wunderts, wenn die Angst den Trost nicht mehr sieht.
Seegang
Wenn heute noch steht, was gefallen ist morgen erscheint mir das Leben gleich einem Schiff. . Der freie Wille, er taugt als Ruder wie ein Streichholz auf hoher See. . Kaum fühlt es sich an ein wenig geborgen, naht schon voraus ein mächtiges Riff.
Farben der Angst: grau
Gewohnt und lange eingeübt, den Blick zu senken, die Aufmerksamkeit starr auf mögliche Gefahr zu lenken. . Stets Sorge im Gesicht, die Stimme dünn und leise, verschenkte Möglichkeiten, auf endlos arme Weise.
Farben der Angst: gelb
Schleier und Schatten ziehen am Horizont noch fern die Melodie des Schreckens das Gehirn hört gern. . Leben im bangen Angesicht düster schwerer Möglichkeiten mit getriebenem Willen, abzuwenden solche Zeiten. . Kam zuerst Henne oder Ei? Wer kann am Ende sagen, ängstigt fest geschriebnes Los oder ruft die Angst die Plagen.