Steinerne Gewohnheit
zerbricht wie Glas
am Schicksalsschlag.
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Des Augenblicks,
flüchtiges Geschenk,
kehrt nicht zurück.
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Wie schnell das Leben
sich ändern kann,
merkt man erst dann.
Erlebtes verdichtet
Steinerne Gewohnheit
zerbricht wie Glas
am Schicksalsschlag.
.
Des Augenblicks,
flüchtiges Geschenk,
kehrt nicht zurück.
.
Wie schnell das Leben
sich ändern kann,
merkt man erst dann.
Manchmal ist mir,
als wär ich auf der Erde
nur kurz zu Gast.
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Flüchtiger Augenblick
ob tief erlebt oder nur flach,
kehrt nicht zurück.
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Wie die Wolken ziehn,
vor dem Wind niemals gleich,
gelebte Stunden fliehn.
.
Meine Seele kennt die Ewigkeit,
erinnert sich vage
an ein Sein ohne Zeit.
Es liegt Schnee
auf Blüten und Knospen,
eisiger Wind erinnert
an kalte Tage.
.
Ein Schritt zurück
um einzufangen,
was dem milden Winter
scheint’s entgangen.
.
Ich denke mir,
es müsst‘ jetzt nicht sein,
für mich müsst’s nicht
im Frühling noch schnein.
Es leuchtet
die Stadt so wild,
sendet grelles Licht
aus wie ein Schild.
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Die Sicht zu nehmen,
die Nacht zu blenden,
den Blick immer nur
sich selbst zuzuwenden.
.
Der freie Blick
auf viele Sterne
relativiert das ich
aus deren Ferne.
Rotes Licht bringt Frieden
dem endenden Tag,
was jetzt nicht gut erscheint,
für heut so bleiben mag.
.
Den Tag ablegend,
staunend, jeden Abend neu
am Farbenspiel des Himmels
ich mein Gemüt erfreu.