Zorn

es klebt die blinde verHERRlichung alles Männlichen zwischen den Geschlechtern wie eine eitrige Wunde eine ganze Gesellschaft taumelt in einseitiger Schieflage halbschlafend durch die Zeiten, ihren eigenen Untergang heraufbeschwörend als fände das schiefe Unglück in der exzessiven Gewalt kleiner und großer Kriege etwas anderes als immer neues Leid ich würde so gern erwachen aus diesem„Zorn“ weiterlesen

Vergänglichkeit

Es wuchs am Zeh des Latisberg im späten Herbst ein Schwammerlzwerg. Sein Schirm sah aus wie Parasol, doch blieb er zu, da weiß man wohl, zu glatt und kurz war auch der Stiel im Magen brächte Kummer viel. So blieb er stehn und wurde alt, der Winter brachte Schnee so kalt. Mal sehen wie lang„Vergänglichkeit“ weiterlesen

Bruch

In die dunkle Gasse seh‘ ich dich gehen, muss selbst leider draussen stehen. . Ich rufe dir nach, du hörst mich nicht. Dreh dich doch um, hier geht’s zum Licht! . Gebeugt der Rücken, dein Schritt ist schwer, kämpfst gegen Schatten, jagst hinterher. . Ich zünde ein Licht an dort wo ich steh, sehe von„Bruch“ weiterlesen