Hinterblieben

Ich stehe in deiner Wohnung,

deine Kleider in Händen,

dein Leben lächelt mild

von den vertrauten Wänden.

.

Ich probiere manches an,

so ist jedes einzelne Stück

passend doch auch fremd,

ein kurzer Blick zurück.

.

Ich werde weiter tragen,

was dich einst hat gewärmt,

Friede im Herzen vereint,

was das Leben hat entfernt.

Bodenlos

Normalität tanzt

auf einem schmalen Grat,

bewegt von Gefühlen,

zittert, schlingert,

mühsam sich hält.

.

Normalität klammert

an eine vertraute Welt,

bis ein heftiger Schmerz

sie zerbricht

und das Gleichgewicht fällt.

.

Zwischen den Scherben

meines gewohnten Lebens

ein alter Same gedeiht,

Geborgenheit im Licht,

jetzt ist deine Zeit.