So deutlich sichtbar wird der schwarze Schmutz der Straße nur, wenn es schneit. . Nachts in glitzernd weißes Kleid getaucht, am Morgen schon ein dunkelgrauer Sumpf. . Was von Dächern den eiligen Leuten kalt in den Kragen rutscht, ist noch weiß, aber nass. . Doch auf Sträuchern, Bäumen, und Wiesen abseits der matschigen Bahnen hält„Salz am Weg“ weiterlesen
Autor-Archive:barbara Seliga
Wintergoldhähnchen
Was hüpft denn da von Ast zu Ast, ein kleines Kügelchen mit goldnem Schopf, . Halt bitte nur ein wenig still, du kleinstes unsrer Vögelchen weil ich dich doch betrachten will. . So rund, so bunt, du zauberhaftes Wesen, am Ahorn knabbernd, heiter ist’s gewesen.
Traum
Wie oft ich schon von Angst geträumt. Wär das am Tag und echt gewesen, wieviel Leben hätt ich schon versäumt. . So üb ich mich darin, Geborgenheit zu fühlen, Furcht nur wenn sie schützt anstatt mich aufzuwühlen.
Inneres Kind
Ein Lächeln spielt etwas verschmitzt um den offenen Mund herum. Da gluckst es, fiept und quietscht und guckt dann ganz verdutzt, wenn’s wer entdeckt. Fröhlich zwickts die Augen zu, freundlich, offen neugierig. Beschützt im Körper der Erwachsenen lacht es oft ganz unbekümmert.
Entzündung
Fehlt das Vertrauen in die eigene Kraft, sammelt sich Spannung die Entzündung macht. . Bange Wachsamkeit hält alte Sorgen fest, harte Anstrengung vergällt sogleich den Rest. . Das Leben aushauchen sagt man über den Tod doch mir färbt Ausatmen gesund die Wangen rot.