Attersee

Smaragden grün, stilles Wasser
schläft zwischen den Bergen
glitzernd im sanften Licht der Sonne
ein See im Herbst.

glückliche Schönheit will besessen werden
wirft sich schon die Gier
ungestüm auf jeden Stein am Ufer
bis nichts mehr bleibt als Hass und Neid

ein See lässt sich gerne besuchen
doch kann nicht lange bleiben,
ein frohes Herz, denn
unsichtbares Gift verdirbt die Ufer

so bleibt der lebendige Glanz
dann doch in Stille verborgen
wartet auf andere Leut‘ zu anderer Zeit
wenn’s sein soll, eine Ewigkeit.

Irrwege der Sehnsucht

Eine graue Wolke aus giftigem Zorn
bricht sich wabernd und sabbernd ihre Bahn
möchte schreien und tut es nicht
jammert einfach nur jämmerlich

Was gäbe es zu sagen, wen zu erreichen
wo alle gefangen sind in eigener Spur und ich in meiner
dumpf und blind wütet das Bedürfnis nach erfüllendem Kontakt
im Spiegel gefangen.

Wo die Wärme schmierig ist und manipulativ
Wege zwischen den Irrlichtern der sich gut Glaubenden
deren Boshaftigkeit sich an den Pelz derer heftet, die sie entlarven
bleibt als Zuflucht nur blanke, eisige Einsamkeit.