Ich stehe in deiner Wohnung, deine Kleider in Händen, dein Leben lächelt mild von den vertrauten Wänden. . Ich probiere manches an, so ist jedes einzelne Stück passend doch auch fremd, ein kurzer Blick zurück. . Ich werde weiter tragen, was dich einst hat gewärmt, Friede im Herzen vereint, was das Leben hat entfernt.
Autor-Archive:barbara Seliga
Niederlage
Ungeschmücktes ich mir selbst begegnet wenn nichts gelingt. . Gnadenlos an mir selbst gescheitert. . Es schmerzt, das Unvermögen tief in mir selbst. . Die Welt dreht sich zum Glück nicht um mich. . So befreundet sich wieder mit mir selbst mein ich.
Bodenlos
Normalität tanzt auf einem schmalen Grat, bewegt von Gefühlen, zittert, schlingert, mühsam sich hält. . Normalität klammert an eine vertraute Welt, bis ein heftiger Schmerz sie zerbricht und das Gleichgewicht fällt. . Zwischen den Scherben meines gewohnten Lebens ein alter Same gedeiht, Geborgenheit im Licht, jetzt ist deine Zeit.
Zukunftsträchtig
Ein Nagel fällt ins Wasser, ein Hammer fällt hinterher. Ein Fisch sieht beides und sagt: „Danke für das Angebot, aber die Ausbildung zum Tischler ist in einer Welt voll Plastik zuviel retro für mich.“
Propaganda
„Vom Adventkranz bis zum Lichtermeer bringe ich die Freude her“, sagt ein Feuerzeug und versinkt in einem klaren Gebirgssee als Plastikmüll mit positiver Botschaft.“