Es wuchs am Zeh des Latisberg im späten Herbst ein Schwammerlzwerg. Sein Schirm sah aus wie Parasol, doch blieb er zu, da weiß man wohl, zu glatt und kurz war auch der Stiel im Magen brächte Kummer viel. So blieb er stehn und wurde alt, der Winter brachte Schnee so kalt. Mal sehen wie lang„Vergänglichkeit“ weiterlesen
Kategorie-Archive: Zeiten und Orte
Geschüttelte Idylle
Es fliegt in prächtige Natur ein Stückchen rosa Plastikschnur. Aufgeblasen immer wieder geht’s auf einer Tanne nieder. Erfreute sich zuvor an einer Ecke Styropor. Der Wind trägt’s von der Tanne fort zu einem schönen, stillen Ort. Dort trifft es auf ein Taschentuch, mit altem Exkrementgeruch. So ziert des Menschen Bio-Spur ein Stückchen rosa Plastikschnur.
Kontrast
Der Kalksand schimmert weiß vom Grund des Sees und gibt ihm die türkies-blaue Farbe. Dunkelbraun verkleben Gier und Konkurrenz das westliche Ufer. Stille im Osten, dort, wo der bewaldete Fels direkt ins Wasser bricht. Indessen gegenüber Gedüdle aus dem Radio, um in der eigenen Suppe sich zu erschöpfen. Nebel steigt in zarten Schleiern morgens aus„Kontrast“ weiterlesen
Wald
Verborgen vor den Seziermessern des Verstandes unsichtbar für die Priester der Naturwissenschaft, die alles leugnen, was ihner Eitelkeit geschickt entflieht, . liegt das Wesen natürlicher Zyklen ganz offen im Wald. Entfaltet seine Kraft, berührt wen es erreicht und nimmt zurück den Zauber alsbald.
Im Zug
Er schlingert etwas hin und her rauscht vorbei an Feld und Wald, . Vergessen ist der alte Klang tatam, tatam Schwellen Gesang . Voll angefüllt erscheint die Zeit, mit ständiger Erreichbarkeit. . Dennoch lässt sich nach jedem Atemzug, bevor die Lunge wird neu befüllt, . der sanfte Geist des Landes spüren, die Seele kann jetzt„Im Zug“ weiterlesen