Ketten der Sprache

Der halbe Herr knüpft im Verstand sich blind und taub sein herrliches Gewand.

Einer Dame dämlich gebeugtes Glück, wirft die Menschheit Tag für Tag zurück.

Wer im Schlechten das Gute erkennt, und im Genuss auch das Elend bennennt, dennoch in der Bewertung hängt.

Liegt mit der Sprache der Geist in Ketten, folgen Gefühle überbrachter Gewohnheit, wird blinder Wille die Welt nicht retten.

Darunter der Friede die Sprache verjagt, dem Denken die alten Worte versagt.

Veröffentlicht von barbara Seliga

lebt und schreibt in Wien, Salmannsdorf.

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