Zorn

es klebt die blinde verHERRlichung alles Männlichen zwischen den Geschlechtern wie eine eitrige Wunde

eine ganze Gesellschaft taumelt in einseitiger Schieflage halbschlafend durch die Zeiten, ihren eigenen Untergang heraufbeschwörend

als fände das schiefe Unglück in der exzessiven Gewalt kleiner und großer Kriege etwas anderes als immer neues Leid

ich würde so gern erwachen aus diesem schrägen Traum

und in der Dualität schlicht eine Dimension irdischen Daseins erleben

Veröffentlicht von barbara Seliga

lebt und schreibt in Wien, Sievering.

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