Weihnachtstraum

Ich kaufte erstmals

einen Weihnachtsbaum

und stellte ihn

auf die Terrasse.

.

Ich hatte ihn

betrachtet kaum,

da warf der Sturm

ihn auf die Gasse.

.

Ich lief hinterher

doch er rollte davon

bis in des Sumpfes

feuchte braune Masse.

.

Ich zog ihn heraus

und hatte ihn schon,

paniert stand er da

als ob ich ihn hasse.

.

Ich stellte den Baum

in die Badewanne,

duschte ihn und suchte

nach einer Abtropf-Tasse.

.

So hatte ich endlich

meine eigene Tanne

wusste nur nicht,

wo ich sie trocknen lasse.

.

Die Wohnung war

zu klein für alle

so bot sich an

doch die Terrasse.

.

Daher bevor

ich drüberfalle,

ich ihn draußen

liegen lasse.

.

Doch wie er da

so traurig liegt,

mein allererster

Weihnachtsbaum,

.

stell ich ihn auf

und schmücke ihn,

und dann, ich sage euch,

man glaubt es kaum,

.

es kam ein Sturm.

Veröffentlicht von barbara Seliga

lebt und schreibt in Wien, Sievering.

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